#Kirche als Netzwerk

„Facebook ist mittlerweile ein Seniorenportal und wer heute noch von ,Neuen Medien‘ spricht, zeigt damit, dass er älter als 45 ist“, scherzt Antonio Spadaro. Der Sizilianer und Chefredakteur von „La Civiltà Cattolica“ ist mit seinen 51 Jahren ein sogenannter „digitaler Einwanderer“ (Digital Immigrant). Als Vatikan-Experte weiß er, dass die katholische Kirche im Zeitalter von Facebook, Twitter, Instagram und Co. noch eine Lernende ist. Aber er sieht sie auch mit einem Generationsproblem konfrontiert. Ältere Pfarrer sind kanzelfähig, aber nicht unbedingt social-media-affin. Das mag zum Teil daran liegen, dass soziale Netzwerke eine Eigendynamik entwickeln und nicht selten Kontrollverlust bedeuten. Diktatoren, Königshäuser und Bischöfe haben das schon zu spüren bekommen. Arabischer Frühling, royale Leaks oder Shitstorms – das Geheim- nisvolle, das Intransparente wird plötzlich öffentlich, eine Machtverschiebung hin zu den Vielen findet statt, die liked, teilt und kommentiert, was das Zeug hält.

http://iwm.sankt-georgen.de/file/DT-2018-03-Kirche-als-Netzwerk.pdf
https://www.die-tagespost.de/feuilleton/Kirche-als-Netzwerk;art310,187003

Veröffentlicht von Benedikt Winkler

Theologe & Journalist - Artworks, Film and Documentary. Benedikt Winkler forscht zu „Theologien im Kontext religiöser Pluralität: Differenzierungen - Herausforderungen - Perspektiven und Chancen“. „Ich schreibe für Digital Natives, Digital Immigrants und Silver Surfer, welche die Geister unterscheiden möchten.“

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